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Mediq-Deutschland-News: Stürze und ihre Folgen bei älteren Menschen

08.12.2021

Seniorin läuft am Rollator vor einem Pflegeheim

Stürze kommen bei älteren Menschen häufig vor. Die Gründe dafür sind vielfältig: Muskelschwäche (z. B. durch Mangelernährung), Gleichgewichtsstörungen, Einsatz von Hilfsmitteln (Gehstock, Rollator), Medikamente, Verwirrtheit, Dranginkontinenz oder Sehbeeinträchtigung. Aber auch vorangegangene Stürze und die daraus hervorgehende Angst vor weiteren Stürzen zählen zu den Risikofaktoren. Und genau bei letzterem entsteht schnell ein Teufelskreis: Die Angst führt zur Vermeidung und damit zur Verweigerung, sich überhaupt zu bewegen. Leider ist genau das falsch. Viel wichtiger ist es, sich damit zu beschäftigen, wie Stürze verhindert werden können.

Es ist schwierig, ältere Menschen zu 100 % vor Stürzen zu bewahren. Sowohl die Angehörigen als auch die Pflegekräfte vor Ort können nicht rund um die Uhr neben den Bewohnern stehen und diese vor möglichen Stürzen schützen. Es gibt aber einige präventive Maßnahmen, durch die Stürze verhindert werden können bzw. der Schweregrad von ihnen deutlich verringert werden kann.

Personenbezogene Maßnahmen

  • Förderung von Gleichgewicht, Kraft- und Ausdauertraining zur Stärkung von Muskulatur, Beweglichkeit und Reaktionsvermögen: Senioren sollten, wenn möglich, immer in Bewegung bleiben. Begleitendes Gehen und Bewegungstraining halten die Bewohner fit und geben ihnen das Gefühl von Sicherheit bei der Bewegung. Zudem verbessert die Bewegung den Schlaf, die Verdauung sowie den psychischen Allgemeinzustand.
  • Berücksichtigung von Krankheiten, die die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen können (z. B. Parkinson, Nervenkrankheiten, Demenz, Blutdruckstörungen, Inkontinenz etc.)

Medikamentenbezogene Maßnahmen

Wenn sturzgefährdete Menschen bestimmte Medikamente (z. B. blutdrucksenkende Mittel, Beruhigungs- oder Schlafmittel etc.) regelmäßig einnehmen, müssen diese zur Sturzprophylaxe gegebenenfalls gesenkt oder sogar abgesetzt werden. Dies gilt vor allem dann, wenn die Medikamente das Sturzrisiko erhöhen.

Umweltbezogene Maßnahmen

  • Training im Umgang mit den Hilfsmitteln (u. a. Gehstock, Rollator)
  • Schutz rund um das Bett: Da viele Stürze rund um das Bett passieren, ist die Wahl der richtigen Schlafmöbel und des Zubehörs sehr wichtig. Dazu gehören: ein höhenverstellbares Bett, die richtige Matratze, ein Bettgitter (nicht geeignet bei Senioren mit psychischer Erkrankung), Sturzmatten sowie Aufprallmatratzen.
  • Hüftschutzhose: Senioren, die zu Stürzen neigen oder beispielsweise unter Osteoporose leiden, hilft eine Hüftschutzhose, die Sturzenergie abzufangen. Denn gerade bei Stürzen auf einen harten Untergrund ist die Gefahr eines Oberschenkelhalsbruchs groß.
  • Umlagerung: Immobile Senioren kann man mit speziellen Umlagerungshilfen (wie z. B. Haltegürtel, Aufrichthilfe) vor Stürzen bewahren.

Sollte es trotz der vielen präventiven Maßnahmen zu einem schweren Sturz kommen, kann dies das Leben des Betroffenen von jetzt auf gleich drastisch verändern. Oft folgt ein Krankenhausaufenthalt mit OP, Immobilität sowie eine erhöhte Pflegebedürftigkeit. Häufig werden die Betroffenen bettlägerig, woraus ein Dekubitus (auch “Druckgeschwür“ oder “Wundliegen“) oder eine Inkontinenz entstehen kann. Mediq Deutschland führt ein umfangreiches Sortiment an Produkten im Bereich Wundversorgung sowie aufsaugende und ableitende Inkontinenz. Sollten Sie Fragen dazu haben, können Sie sich jederzeit an das Pflegepersonal oder den zuständigen Mediq Deutschland Mitarbeiter wenden.

Mediq Deutschland unterstützt die Einrichtungen von Alloheim und bietet zahlreiche Hilfsmittel zum Thema Sturzprophylaxe an. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne.

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